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Areal Hardturm: Günstige Wohnungen und eine attraktive Fussballarena



Areal Hardturm: Günstige Wohnungen und eine attraktive Fussballarena
Der Stadtrat hat heute die Siegerprojekte «Stadion Zürich» und «Städtische Wohnüberbauung Hardturm» vorgestellt und die beiden Geschäfte an den Gemeinderat überwiesen. Voraussichtlich im Herbst 2013 werden die Zürcher Stimmberechtigten über die Projekte abstimmen.

Die international zusammengesetzte Wettbewerbsjury hat in einem anonymen Auswahlverfahren aus 12 Stadion- und 62 Wohnprojekten die Sieger erkoren. Gewonnen haben zwei Teams von renommierten Architekturbüros aus Baden und Zürich, Burkard Meyer Architekten und Bob Gysin + Partner BGP. «Es hat sich ausbezahlt, dass manche Fachjurymitglieder beide Aufgabenstellungen parallel beurteilen konnten», sagt Wiebke Rösler, Direktorin des Amts für Hochbauten, die beiden Jurys präsidiert hat. «Sehr wertvolle Arbeit leisteten auch die Vertreterinnen und Vertreter der Clubs und der Nachbarschaft. Es ging um Fussball-Atmosphäre, Aufenthaltsqualität im und ums Stadion, aber auch um Funktionalität und Erstellungs- und Lebenszykluskosten.»

Wohnsiedlung: Kinder in Zürich-West

Zürich-West wird durch die beiden Projekte belebter: 154 Wohnungen, einen Doppelkindergarten und einen Hort sowie Gemeinschafts- und Gewerberäume will die Stadt neben dem Stadion erstellen. 42 Wohnungen sind für die Stiftung Wohnungen für kinderreiche Familien reserviert. Es werden 250 Kinder erwartet und es soll eine Wohnsiedlung entstehen, die sich zum Platz, zu den Nachbarüberbauungen und zum Stadion hin öffnet, aber einen ruhigen, geschützten und begrünten Innenhof für die jungen und alten Bewohnenden bietet. Rund 80 Millionen kostet die neue Wohnsiedlung. Dazu kommen Reserven, Altlasten und das Grundstück. Die Stimmberechtigten werden insgesamt über 103 Millionen Franken für die Wohnstätte in Zürich-West abstimmen.

Stadion: Zielkosten von 150 Millionen eingehalten

Die neue Fussball-Arena erfüllt die Vorgaben der Stadt und der Clubs in bester Weise. Ein Stadion für den Fussball, für die Fans und für das Quartier. Zwei Vereine – ein Stadion. So sind die Infrastruktur und die Zuschauerkurven ausgelegt. Ein Restaurant, zwei Fan-Bars, 15 Logen und Platz für maximal 19 500 ZuschauerInnen (Sitz- und Stehplätze) in einer Arena mit steilen Tribünen, was eine tolle Atmosphäre garantiert.

Die anvisierten Zielkosten (kein Kostendach) von 150 Millionen Franken werden eingehalten. Darin enthalten sind neben dem eigentlichen Stadion auch die Tiefgarage, die Erschliessung des Areals und die gesamte Umgebung inkl. Stadionplatz und Areal West. Wie üblich bei Bauprojekten, beträgt die Kostenunsicherheit in dieser Phase (Wettbewerbsprojekt) ±20 Prozent. Der Stadtrat hat entschieden, dem Gemeinderat und der Stimmbevölkerung diese Projekte zu einem früheren Zeitpunkt vorzulegen als üblich, um vor dem Volksentscheid nicht weitere Planungskosten auszulösen. Deshalb muss diese Kostenunsicherheit in den Objektkrediten ausgewiesen werden. Dazu kommen die Landkosten für das bereits erworbene Grundstück (Übertrag vom Finanz- ins Verwaltungsvermögen) von rund 44 Millionen, Grundstückbereitstellungskosten (u. a. Abbruch Parkhaus, Altlasten) und die Beteiligung an der Betriebsgesellschaft. Schreibt man den Beitrag des Kantons von 8 Millionen aus dem Sportfond gut, ergeben sich Gesamtkosten von 230 Millionen (genaue Auflistung im separaten Faktenblatt; siehe unten).

«Die Stadt macht damit alle Kosten und Risiken transparent. Das ist ein demokratisches Gebot», sagt Stadtrat André Odermatt. Er betont aber auch, dass es bei der Stadt äusserst selten zu Kostenüberschreitungen komme. «Das Preisetikett, das wir auf ein Projekt kleben, ist verbindlich.»

Vergleiche mit anderen Stadien sind schwierig, weil die Rahmenbedingungen in der Regel völlig unterschiedlich sind. Das Hochbaudepartement hat im Rahmen der Kostendiskussion Untersuchungen angestellt, die zeigen, dass die jeweils publizierten Kosten oft missverständlich dargestellt werden. Beispielsweise werden Stadien mit Mantelnutzungen quersubventioniert – das Stadion Zürich hat keine Mantelnutzung. Kosten der Stadien werden ohne Ausbau ausgewiesen, Erschliessungen anderweitig abgebucht, Finanzkosten vernachlässigt. Zudem muss das Stadion an einem komplexen Standort realisiert werden, was sich in den Erstellungskosten niederschlägt. «Die Fussballarena hat ihren Preis», sagt Stadtrat André Odermatt, zeigt sich aber überzeugt: «Wir bauen ein höchst funktionales Stadion, das viel Stimmung garantiert und den beiden Clubs eine gute Basis für eine erfolgreiche Zukunft bietet.»

Finanzvorstand Martin Vollenwyder bekräftigt: «Die Stadt steht zu den traditionsreichen Clubs. Ein Stadtzürcher Fussballstadion macht nur Sinn, wenn die Clubs engagiert dabei sind. Sie mischen nicht nur seit Jahrzehnten im Spitzenfussball mit, sondern investieren viel Herzblut in die Juniorenarbeit.»

Das Stadion wird von der Stadt Zürich erstellt, die auch Eigentümerin bleibt. Sie vermietet das Stadion für jährlich 9,1 Millionen an eine zu gründende Betriebsgesellschaft, in der neben der Stadt auch die beiden Clubs vertreten sind. Ein kleiner Aktienanteil soll als «Volksaktien» aufgelegt werden. Aufgrund des nach heutigen Kenntnissen ausgearbeiteten und konservativ gerechneten Businessplans wird die Betriebsgesellschaft nicht kostendeckend wirtschaften, darum garantiert die Stadt eine maximale Defizitdeckung von 8,3 Millionen pro Jahr. Die beiden Clubs geben sich jedoch optimistisch, dass sie mit dem neuen Stadion eine bessere Rechnung präsentieren werden.

Stadtrat Gerold Lauber ist überzeugt, dass Zürich diese Chance nun packen muss: «Wer jetzt wieder rückwärts und Querpässe spielen will, wird das Spiel nicht gewinnen. Die Stadt hat den Ball von den Privaten übernommen und will nun mit den Clubs und der Zürcher Bevölkerung das entscheidende Tor schiessen.»

Das Zürcher Stimmvolk wird – die Zustimmung des Gemeinderates vorausgesetzt – voraussichtlich im September 2013 über die beiden Vorlagen abstimmen. 2015 ist der Spatenstich fürs Stadion geplant und nach einer 22-monatigen Bauzeit wird zum Saisonstart 2017/18 das erste Spiel in der neuen Arena angepfiffen. Gleichzeitig werden die neuen Bewohner/innen der Wohnsiedlung in ihr neues Heim einziehen.

Ausstellung und Führungen – essen, trinken und diskutieren

Alle 12 Stadion- und 62 Wohnprojektwettbewerbe sind vom 27. Oktober bis zum 11. November in der Migros Herdern, Pfingstweidstrasse 101, ausgestellt. Am nächsten Samstag führen Wiebke Rösler, Direktorin des Amts für Hochbauten und die Projektleitung durch die Ausstellung. Es gibt günstige Stadion-Bratwürste und Getränke.

Öffnungszeiten Montag bis Freitag: 16 bis 20 Uhr; Samstag/Sonntag: 14 bis 18 Uhr.

Legislaturschwerpunkt «Stadt und Quartiere gemeinsam gestalten» – Diskutieren Sie mit!

Wie gefällt Ihnen das vorgestellte Stadionprojekt? Im Stadtforum haben Sie die Möglichkeit, Ihre Meinung zu äussern. Nach einer einmaligen und einfachen Registrierung kann jeder und jede mitdiskutieren, Anliegen, Lob und Kritik einbringen.

24/10/2012


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