Toni-Areal: Start eines der grössten Bauvorhaben im Kanton Zürich



Toni-Allreal
Toni-Allreal
Bildungsdirektorin Regine Aeppli, Baudirektor Markus Kägi, Stadträtin Kathrin Martelli und der Allreal-Vorsitzende Bruno Bettoni gaben heute den Startschuss für den Bau des Toni-Areals in Zürich-West. Ab 2012 wird das Toni-Areal als Standort der Zürcher Hochschule der Künste und von zwei Departementen der Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften genutzt. Es ist eines der grössten Bauvorhaben, das im Kanton Zürich in Angriff genommen wird.

Mit den Bauarbeiten hat die Eigentümerin des Toni-Areals, die Allreal-Gruppe, dieser Tage begonnen. Die Gebäudehülle des ehemaligen Milchverarbeitungsbetriebes bleibt bestehen, doch werden mit Umbau- und Erweiterungsarbeiten neue Nutzungen ermöglicht. Die Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) und zwei Departemente der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) – die Fachbereiche Soziale Arbeit und Angewandte Psychologie – werden hier ab 2012 ihren Standort erhalten. Darüber hinaus entstehen Flächen für öffentliche und halböffentliche Nutzungen sowie 90 Mietwohnungen. Eine der ersten grossen Bauaufgaben ist die Zerlegung und der Abtransport des rund 70 Meter hohen Fabrikkamins der Toni-Molkerei.

Investition in den Bildungsstandort

«Das Toni-Areal ist eine wichtige Investition in den Bildungsstandort Zürich und für die hiesige Kreativwirtschaft», sagte Bildungsdirektorin Regine Aeppli heute beim offiziellen Baustart. Der neue Campus ermögliche einen intensiven Austausch zwischen den verschiedenen Fachbereichen, was eine wichtige Voraussetzung für die Ausbildung in künstlerischen Berufen sei. Baudirektor Markus Kägi lobte die Qualitäten des Projektes, das unter der Leitung des kantonalen Hochbauamts vom Zürcher Architekturbüro EM2N entwickelt wurde: «Obwohl der industrielle Charakter des Kolosses erhalten bleibt, entsteht keine Festung, sondern ein offenes und durchlässiges Gebäude.» Mit der Konzentration an einem Standort können die Hochschulen ihren Raumbedarf optimieren und die Betriebskosten reduzieren.

Gute Einbindung ins Quartier

«Hier entsteht eine Kreativ-Fabrik für die Welt, die auch am Puls des Quartiers sein wird», sagte Stadträtin Kathrin Martelli, Vorsteherin des Hochbaudepartementes. Dank neuer Aussenräume und der geplanten Tramlinie durch die Pfingstweidstrasse werde das Toni-Areal optimal ins Quartier eingebunden. Auf die verschiedenen Nutzungen unter einem Dach ging Bruno Bettoni, Vorsitzender der Allreal-Gruppe, ein: «Wir freuen uns sowohl auf die Realisation des anspruchsvollen Bauvorhabens als auch auf eine attraktive Liegenschaft an bester Lage in Zürich-West.»

Raum für Schulen, Wohnen, Kultur und Freizeit

Die gesamte Nutzfläche des Projekts beträgt 92‘000 Quadratmeter; davon belegen die Hochschulen 70‘000 Quadratmeter. Die restlichen 22‘000 Quadratmeter Mietfläche werden genutzt für Wohnen, Kultur, Unterhaltung und Freizeit sowie für Gastronomie und Verkauf. Die Bausumme (Grundausbau und Mieterausbau) beträgt rund 350 Millionen Franken. Für die Ausstattung der ZHdK und die Departemente Angewandte Psychologie und Soziale Arbeit der ZHAW kommen 89,5 Millionen Franken hinzu. Der Zürcher Regierungsrat hatte im Januar 2008 diesem Kredit für die Mieterausstattung zugestimmt und gleichzeitig den Mietvertrag in Höhe von jährlich 15,2 Millionen Franken genehmigt. Der Mietvertrag zwischen Kanton, Zürcher Kantonalbank und der Allreal Toni AG ist auf eine Dauer von zwanzig Jahren mit zwei Verlängerungsoptionen von je zehn Jahren abgeschlossen. Dem Kanton wird ein Vorkaufsrecht eingeräumt. Am 29. September 2008 bewilligte der Kantonsrat den Kredit für den Mieterausbau in Höhe von 138,75 Millionen Franken. Inzwischen ist die Rechtskraft eingetreten, weil kein Rekurs gegen das Geschäft eingegangen ist.

quelle : Allreal


07/02/2009

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Rédaction Immo-swissnews.ch